Gemeindeleben

Überraschung am Mittwochabend

Am Mittwoch, 18. Juli 2018, trafen sich in unserem Pfarrhaus die Mitglieder des Pastoralkreises Köln, also Kapläne aus dem Erzbistum, in dem unser Bischof Heiner als Weihbischof wirkte, zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit unserem Pfarrer. Das etwas festlichere Geläut an St. Georg ließ schon erahnen, dass 17 Uhr ein außergewöhnlicher Gottesdienst gefeiert wurde. Neben dem Zelebranten konzelebrierten sechs Priester aus aller Welt, wie wir es in unserer Kirche in Deutschland immer öfter, in unserer Weltkirche schon immer kennen. Noch mindestens acht weitere Priester, unter ihnen unser Pfarrer, feierten die hl. Messe wie einige Mitglieder der Gemeinde mit.

Zwei schöne Impulse gab uns der Hauptzelebrant mit auf den Weg: Gottes Gedanken können wir nicht einmal erahnen (bezogen auf das Evangelium von der Offenbarung, die Gott den Unmündigen schenkt Mt 11, 25-27), aber dennoch sind wir Werkzeuge in Gottes Hand und mit seinem Wirken durch uns ehren wir seine Größe (bezogen auf die Lesung „…brüstet die Säge sich vor dem, der mit ihr sägt?“ Jes 10, 5-7.13-16)

Den Teilnehmern des Pastoralkreises Gottes Segen für ihr Wirken!

Foto und Text: Markus Wazlawek – Redaktion

Männerklettern im Elbsandsteingebirge, 5. – 8. Juli 2018

Titan, Herkules, Prometheus – keine Geringeren gaben den Felsen die Namen, die neun Männer unserer Gemeinde besteigen wollten. Pfarrer Polossek, selbst passionierter Bergsteiger, lud dieses Jahr erstmals zum „Männerklettern“ ins Elbsandsteingebirge. So begab sich unsere Gruppe Anfang Juli für einige Tage in die Sächsische Schweiz, wobei schon die Unterkunft Abenteuer versprach: Übernachtet wurde unter freiem Himmel, geschützt nur durch überhängenden Fels – im Bergsteigerjargon „boofen“ genannt. Nach der ersten, ausgesprochen gemütlichen Nacht, einem Morgenimpuls und einem Frühstück ging es direkt an den Fels.

Die Klettergurte wurden angelegt, einige Knoten und Kommandos erklärt und schon erklommen die beiden Vorsteiger den ersten Gipfel. Angeseilt erreichten alle Kletterer das luftige Ziel, trugen sich in das obligatorische Gipfelbuch ein und seilten sich einzeln ab – ein Abenteuer eigener Art. Dieses erste Erfolgserlebnis  rief nach Wiederholung und so lernten wir an immer neuen Felsen, was es heißt, an einem Riss, in einem Kamin oder entlang einer Verschneidung zu klettern und den Gipfel zu bewältigen. 

An den drei Klettertagen reihte sich Fels an Fels, nur unterbrochen von der ein oder anderen Einkehr sowie einem Gottesdienst am letzten Tag. In der Lesung aus dem Zweiten Korintherbrief hörten wir vom Apostel Paulus: „Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark“. Dieses Wort ließ sich unmittelbar auf unsere Klettererfahrung übertragen: Überhaupt erst im Aufeinanderverlassen der Seilschaft, in der Hingabe der eigenen Sicherheit in die Hände des Anderen – und in die Hände Gottes – kann solch ein Unternehmen gelingen.

  

Fotos: Stefan Fittkau und Matin Mann, Text: Martin Mann – Teilnehmer

Gemeindefahrt zu Holzkirchen und Kathedralen

Wo mag denn wohl mein Christian sein, …? So hätte man in der letzten Juniwoche 2018 bezüglich unseres Pfarrers und der etwa 20 Gemeindemitglieder sowie zehn Gäste fragen können. Die Antwort wäre zwar nicht Hamburg und auch nicht Bremen gewesen, aber die alten Hansestädte Danzig, Thorn und Kulm und auch die Stadt Posen waren Ziele der diesjährigen Fahrt nach Polen.

Im Reisebus durchstreiften wir die Lande um Posen und besuchten neben der Posener Kathedrale auch verschiedene Holzkirchen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. In einer dieser Kirchen konnten wir auch, fast ganz unter uns, die Sonntagsmesse feiern. Auch zwei romantische Schlösser standen auf dem Reiseplan und vermittelten eine Vorstellung vom Leben der polnischen Aristokratie während der Zeit, als Polen als Land nicht existierte.

Während unsere Gruppe zuerst das gesamte Gelände des Gästehauses der Posener Universität zur eigenen Verfügung hatte, so waren wir in Thorn beim Abendessen unter uns. Es gab also viele Gelegenheiten, einander besser kennenzulernen. So hatten wir auch alle Gelegenheit, mit Pfarrer Polossek ins Gespräch zu kommen und er hörte aufmerksam zu, wenn wir von unseren Vorstellungen und Wünschen sprachen, auch von Dingen, die uns unzufrieden stimmen oder uns gar vor der Zukunft bange werden lassen.

Auf der Weiterreise nach Thorn besuchten wir den recht jungen Wallfahrtsort Lichen Stary. Dort beeindruckte die schiere Größe der Wallfahrtskirche. Der Stilmix und Pomp verstörte aber manche von uns und stand für viele dem uns heute immer wichtiger werdenden Stand der Kirche als dienende und demütige Kirche entgegen. Unser Pfarrer machte in seiner Predigt deshalb deutlich, dass auch ein solch monumentales Denkmal der Volksfrömmigkeit, auf die man in Polen allen

thalben und in anderer, als der uns gewohnten Form trifft, ein Ausdruck des Glaubens vieler Menschen ist. An unserer Textsicherheit beim Schlusslied ‚Maria, breit den Mantel aus‘ sollten wir vielleicht als Ausdruck unserer Frömmigkeit noch ein wenig arbeiten.

Thorn, die alte Hansestadt an der Weichsel, UNESCO-Weltkulturerbe, empfing uns mit einem tollen abendlichen Stadtrundgang. Zugleich war sie Ausgangspunkt unserer Ausflüge ins Kulmer Land und bis nach Bromberg. Alles in allem gab es viel zu sehen und nicht alles soll aufgezählt werden. Den Abschluss der Reise bildete der Ausflug nach Danzig und fand einen Höhepunkt im Orgelkonzert in der Kathedrale von Oliwa.

Nun sind wir wieder da und so mancher vielleicht schon wieder in Reisevorbereitungen. Aber die Erinnerung an die schönen gemeinsamen Tage klingt sicher noch eine ganze Weile nach. Und diejenigen, die sich für die September-Fahrt angemeldet haben, können sich auf eine tolle Reise freuen.

Fotos und Text: Markus Wazlawek – Reiseorganisator

Fest im Pastoralen Raum (16. Juni 2018):

Eine  wunderbare Möglichkeit der Begegnung bot bei sommerlichem Wetter der Begegnungstag im Pastoralen Raum im Nordosten Berlins, kurz unser Raumfest. Ab dem Nachmittag konnten sich mehr als 600 Besucher bei Kaffe und Kuchen näher kommen und alte/neue Kontakte pflegen oder knüpfen. Auch stellten sich verschiedene Gruppen vor, boten Freiwillige eine „Töpferwerkstatt“ und ein „Fotostudio“ an, und auch unser Pfarrer veranstaltete ein Klettern auf Leergut-Kisten an, das von den Delfinwerkstätten technisch bestens unterstützt wurde.

Zentrum und Höhepunkt war der gemeinsame Festgottesdienst mit den Priestern der Gemeinden Ss. Corpus Christi, Hl. Kreuz, St. Georg und St. Josef. SängerInnen der Chöre der Gemeinden und eine Band geben einen „Schwung“, der an Wallfahrtsgottesdienste erinnerte. Das Abschlusslied „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ könnte Motto, Auftrag, Anspruch und Trost sein. Alles wird nur so gelingen, wie wir es miteinander gestalten: Verwurzelt in den Gemeinden, vereint in der künftigen Pfarrei.

Gott vergelte ihre Mühen allen Bäckerinnen und Grillern, Organisatoren, Schleppern, Fahrern und Pfarrern, Ministranten und Aufbauhelfern, den Band-Mitgliedern und Sängerinnen, Salat-Mischern und Kaffeekocherinnen, Bierausschänkern, den Standbetreiberinnen und der Folkloregruppe der portugiesisch sprechenden Gemeinde, ganz besonders aber denen, die ab- und aufräumten, hinter den Kulissen für den ruhigen Ablauf sorgten und beim Fest die „Martha“ waren. Ihr wart toll und so war es für alle anderen auch toll!

Fotos: Marina Dodt und Georg Sieslack, Text: Markus Wazlawek – Redaktion

Aus dem Pastoralen Raum (November 2017):

Der Pastoralausschuss berichtet zum Ende des ersten Jahres der Entwicklungsphase über den aktuellen Stand der Dinge, insbesondere über die Arbeitsgruppen, die den Entwicklungsprozess im Detail begleiten und gestalten wollen.

Hier die Mitteilung als PDF-Dokument zum herunterladen.

Grußwort unseres neuen Pfarrers
(gekürzte Fassung, vollständig im Gemeindebrief zum 1. Advent 2017)

Festgottesdienst zur Amtseinführung von Pfarrer Olaf Polossek als Pfarradministrator am 5. November 2017

Pfarrer Polossek (rechts) mit Dekan Krause (links) am 5.11.2017

Wer am ersten Sonntag im November 2017 dabei sein konnte, wird das große Fest sicher nicht vergessen. Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe wies Dekan Pfarrer Krause den Weg auf, den nicht nur dieser Gottesdienst, sondern auch der mit dem neuen Amt verbundene Auftrag für Pfarrer Polossek nehmen wird: Herzen aufzuschließen in der Gemeinde, im Pastoralen Raum und weit darüber hinaus! Der neue Pfarrer dankte in seinen ersten Worten insbesondere seinem Vorgänger, Pfarrer Jörg Wittig und brachte seine frohe Erwartung auf den neuen Dienst zum Ausdruck.
Die heilige Messe in der übervollen Pfarrkirche wurde mit einem musikalischen Programm umrahmt, das es so in unserer Gemeinde noch nicht gab: In herzlicher Harmonie erklangen die verschiedensten Ensemble unserer Gemeinde, geführt von den musikalische Leitern und begleitet von einer tollen Gruppe von Instrumentalisten.
Dass Mitbrüder aus dem Pastoralen Raum und sein alter Studienkollege und Mitbruder im priesterlichen Dienst konzelebrierten, war für Pfarrer Polossek sicher so wohltuend, wie die Grußworte aus der Gemeinde und dem Pastoralen Raum zum Abschluss des Gottesdienstes, insbesondere die herzlichen Worte von Pfarrerin Margareta Trende der evangelischen Hoffnungskirche.

Ein schönes Fest auf allen Ebenen des etwas überfüllten Pfarrhauses rundeten den Tag ab. Es war schön, dass unser Pfarrer Zeit hatte, mit so vielen Gästen ein paar Worte zu wechseln. Schön war auch, dass viele seiner ehemaligen „Pfarrkinder“ aus Berlin Kreuzberg gekommen waren.

Allen Mitwirkenden ein herzliches Vergelt’s Gott! Und Pfarrer Olaf Polossek ein ganz herzliches Willkommen!

Fahrt der Männerschola MELBA im Sommer 2017

Wie jedes Jahr, machte sich unsere Männerschola MELBA im Spätsommer wieder auf den Weg, um in froher Runde die Gemeinschaft zu stärken. Aber auch, in der Diaspora einen Gottesdienst zu gestalten, ist jedes Jahr eine schöne und lebendige Tradition der Schola.

Den wirklich schönen Artikel dazu kann man hier lesen: Scholafahrt in den Harz 2017

Info zum Pastoralen Raum (Juli 2017)

Um den Pastoralen Raum weiterzuentwickeln wurden fünf Arbeitsgruppen eingerichtet. Auf interessanten Teilgebieten werden engagierte Gemeindemitglieder gesucht, die sich mit ihren Gedanken und Erfahrungen einbringen wollen. So kann die werdende Gemeinde durch uns als lebendige Glieder der Kirche mutgestaltet werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Weiteres dazu in der Rubrik Gemeinde –> Pastoraler Raum.

Fest in St. Georg im Juni 2017

Firmung mit Erzbischof Dr. Heiner Koch

Am Samstag, dem 10. Juni 2017, konnten wir in der festlich geschmückten Pfarrkirche einen besonders schönen Gottesdienst feiern. Unser Herr Erzbischof Dr. Heiner Koch spendete 42 Jugendlichen das Heilige Firmsakrament. Unsere Firmbewerber hatten sich fast ein Jahr in den fünf verschiedenen Firmgruppen auf diesen Tag vorbereitet. Unser besonderer Dank gilt den Firmbegleitern Frau Felicitas Sieslack, Herrn Marco Sieslack, Frau Christina Blümchen, Frau Beatrix Dölle, Frau Simone Wienert, Frau Anne Borucki-Voß, Herrn Herbert Voß, Frau Dörte Lange, Frau Angelika Eichenberg, Frau Barbara Bönke sowie Frau Marta Leskau-Kozlowska, die die Firmgruppen begleitet hatten.

Frau Gisela Flügel organisierte die beiden Wochenendfahrten für die Firmbewerber mit und Frau Brigitte Ehlert übernahm nochmals die Gesamtleitung der Firmvorbereitung. So erlebten wir als Gemeinde einen festlichen Firmgottesdienst. Erzbischof Dr. Heiner Koch erbat die Gabe Gottes, den Heiligen Geist, zur Stärkung für das Glaubensleben unserer Firmbewerber. Wir erbitten für unsere Neugefirmten, dass ihnen diese empfangene Gabe Kraftquell und Ansporn sei, immer wieder die Gemeinschaft der Glaubenden in der Gemeinde und Kirche zu suchen.

Thomas Hellwig, pastoraler Mitarbeiter

Gemeindefahrt: 750 Jahre Hl. Hedwig im Juni 2017

Von Zwergen und Heiligen, Basiliken und Dorfkirchen, 
Gottesdienst und geselliger Gemeinschaft

Mit gut 40 Gemeindemitgliedern und Gästen, begleitet von Pater Norbert Just, ging es Anfang Juni Richtung Breslau. Dort begegneten uns zuerst die Maskottchen der Stadt, die Breslauer Zwerge, wie hier ein Dekan der ehemals von Jesuiten geleiteten Leopoldina-Universität. Die Zwerge Polonek und Germanek, die vor dem dt. Konsulat sitzen, muss man selbst sehen.

Unsere Tage in dieser wunderschönen und interessanten Stadt flogen nur so dahin. Ein Höhepunkt der Reise war im Kloster Trebnitz die Feier der hl. Messe, direkt am Grab der hl. Hedwig, die Pater Norbert zelebrierte. Die Herzogin von Schlesien wurde 1267 zur Ehre der Altäre erhoben.

Das gemeinsame Feiern der hl. Messe, die Gespräche miteinander und manche hilfsbereite Geste ließen uns Gemeinschaft spüren. Einen Abend lang zusammenzusitzen und sich gegenseitig vorzustellen und dabei festzustellen, dass man „sich schon 100 Jahre kennt“, das macht Freude und Hoffnung. Wir waren eine tolle Gruppe.

Es war erhebend, das Hochamt am Fronleichnamstag in der Marien-Basilika im Kloster Grüssau mitzufeiern. Bewegender war für mich, dass zu einer kleinen Wallfahrtskirche in Böhmen extra Freiwillige gekommen waren, um Gras zu mähen und uns das Kirchlein zu öffnen. Und dass sie uns nach unserer Feier der hl. Messe nachliefen und dankten, weil sie sich durch uns nicht vergessen fühlten, das ging zu Herzen.

Wir hatten einen tollen, witzig-klugen Führer im barocken Hospital Kuks (schon einmal davon gehört?), rochen die Kräuter des Riesengebirges und erlebten in Krummhübel eine strahlende Schneekoppe. Und doch bleibt die Erkenntnis, dass alles ein Werden und Vergehen ist, wir aber auf dem Weg sind – als Brückenbauer untereinander und zu Anderen. Dabei erlebten wir viel Freude und entdeckten manch Interessantes.

Markus Wazlawek, Organisator der Reise