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November 2008 der KV Berichtet
Geschrieben von: Thomas Flügel   
Montag, 01. Dezember 2008 um 17:27 Uhr

Der Kirchenvorstand von St. Georg berichtet:

Liebe Gemeindemitglieder von St. Georg,

ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Das neue Jahr 2009 hat für unser Erzbistum und damit auch für uns einen Beigeschmack. Gibt es doch einen „Plan 2009“. Dieser Plan sieht vor, dass in unserem Erzbistum den Pfarrgemeinden aus den Kirchensteuereinnahmen sehr viel weniger Geld für Personal zur Verfügung gestellt wird, als es bisher der Fall war.

Die deutlich geringeren Zuweisungen ergeben, dass unsere hauptamtlichen Mitarbeiter nicht mehr so bezahlt werden können, dass sie ein auskömmliches Gehalt bekommen. Die Folge ist eine nur noch eingeschränkte Beschäftigung von Frau Ehlert, Frau Wienert und Herrn Hellwig oder gar deren Kündigung. Also müsste Herr Pfarrer Wittig versuchen, allein und gestützt auf ein paar engagierte Gemeindemitglieder unsere Pfarrgemeinde in Gang zu halten, letztlich mit der Konsequenz, dass nur noch ein Minimum von dem stattfinden kann, was jetzt noch möglich ist. Niemand von uns möchte sich dies wirklich ausmalen.

Der Kirchenvorstand verhandelt natürlich seit längerer Zeit dazu mit dem Erzbistum. Das ist ein sehr schwieriges Unterfangen, sind die Ursachen für den „Plan 2009“ ja keinesfalls willkürlich, sondern in der Tat den eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten des Erzbistums geschuldet. Und wie schwierig sich über Geld verhandeln lässt, wird jeder schon mal erfahren haben. Lange waren wir völlig im Unklaren und haben der Gemeinde gegenüber wenig verlauten lassen. Seit dem Sommer aber kommt wieder etwas Bewegung in die Verhandlungen. Dabei zeigt sich, dass so manche Entscheidung des Kirchenvorstandes richtig war und dass letztlich jeder von uns diese Verhandlungen und damit den Fortbestand so mancher Aktivität in unserer Pfarrgemeinde beeinflussen kann. Sie werden sich sicherlich fragen, wie denn das möglich ist.

Wir werden im Erzbistum mit großem Respekt behandelt, denn wir sind eine der wenigen Pfarreien im Erzbistum, in der das Gemeindeleben noch so vielfältig ist, die Gemeindemitglieder noch so engagiert sind und auch die Gottesdienste gut besucht werden. Diese Aktivität, dieses Engagement wird durchaus gesehen und verschafft uns eine gute Verhandlungsbasis. Sicherlich wird es uns nicht gelingen, im Plan des Erzbistums unsere Pfarrei gewissermaßen auszusparen, aber vielleicht schaffen wir es, so viel auszuhandeln, dass die Personalkosten mit unseren eigenen Möglichkeiten im Einklang stehen und weitere eingeschränkte Beschäftigungen, gar Kündigungen vermieden werden können. Jeder kann uns dabei helfen. Die einen werden wir auffordern müssen, uns künftig in Kollekten für Personalkosten zu unterstützen, andere können sich durch ehrenamtliche Tätigkeit einbringen und helfen Lücken zu schließen.

Was alles möglich ist, zeigt sich noch in diesem Jahr im Dezember. Einige unserer Kinder werden die sanierte Kindertagesstätte in der Breite Straße 44 beziehen. Wir können mit Recht stolz darauf sein, was dort Dank der Kooperation mit dem Caritasverband geschaffen wurde. Das ist ein Standard, von dem andere nur träumen können. Im Frühjahr werden wir diese unsere neue Kindertagesstätte dann auch offiziell einweihen und damit wieder Gelegenheit haben, auch nach außen zeigen zu können, was wir für eine lebendige Pfarrgemeinde sind. Ich habe immer behauptet, dass ein gemeinsames Projekt zusammenführt und ich freue mich, dass durch viel ehrenamtliches Engagement aus beiden ehemaligen Gemeindeteilen dieses Projekt Wirklichkeit wurde und letztlich auch zusammengeführt hat. Vor allem Frau Uhlmann – neben ihrer Tätigkeit als Kita-Leiterin – aber auch Herr Kaminiczny, Herr Streich, Herr Kolm, Herr Dölle, Herr Schreiber und Herr Wienert haben mich unterstützt und dafür gesorgt, dass über ein Jahr lang kontinuierlich der Bau begleitet wurde und er damit auch eine Angelegenheit unserer Pfarrgemeinde blieb. Das bleibt nicht ohne Wirkung auf die Geldgeber, aber auch auf unsere eigene Pfarrgemeinde.

Aber es geht schon weiter: Ende April wird Frau Wienert in den Ruhestand gehen. Wir werden diese Stelle als Pfarrsekretärin nicht mehr besetzen können. Das ist fast unvorstellbar und, wie sich jedermann denken kann, vor allem für Herrn Pfarrer Wittig schon jetzt ein belastender Gedanke. Der Kirchenvorstand möchte, dass wenigstens ein bisschen Pfarrbüro erhalten bleiben kann. Hier ist ehrenamtliche Unterstützung möglich. Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn sich mehrere Gemeindemitglieder, die sich dazu in der Lage fühlen, für eine ehrenamtliche, regelmäßige, stundenweise Bürotätigkeit recht bald beim Kirchenvorstand melden, um entsprechende Voraussetzungen schaffen zu können, damit solch ein Dienst dann auch funktionieren kann.

Der Kirchenvorstand dankt allen für die viele Unterstützung im zu Ende gehenden Jahr, wünscht allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches, friedvolles neues Jahr 2009.

                                                                                            Ihr Thomas Flügel