| März 2008 der KV Berichtet |
| Geschrieben von: Thomas Flügel | |||
| Sonntag, 02. März 2008 um 19:47 Uhr | |||
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Der Kirchenvorstand von St. Georg berichtet: Liebe Gemeindemitglieder von St Georg, wie Sie einer Sonderausgabe des Gemeindebriefes entnehmen konnten, haben sich nach der Wahl die Gemeindegremien neu zusammengesetzt. Traditionell wird im Kirchenvorstand zwischen demjenigen, der die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte und dem bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, wer dieses Amt weiterführen soll. Das Gremium hat sich für mich entschieden. Für die Annahme der Wahl hat mich bewogen, dass Herr Pfarrer Wittig mir sein Vertrauen ausgesprochen hat und der bisherige Amtsinhaber, Herr Dr. Lamm, ganz selbstverständlich seine Unterstützung zugesagt hat. So wird z.B. die traditionelle Berichterstattung an dieser Stelle künftig auch immer wieder mal durch Herrn Dr. Lamm erfolgen.Viele von Ihnen kennen mich zwar, aber ich denke, es sollte hier noch mal eine Vorstellung erlaubt sein: Ich bin 51 Jahre alt; aufgewachsen in meiner Heimatpfarrei St. Gertrud am Prenzlauer Berg, wohne ich seit 1981 in Pankow und inzwischen im Ortsteil Rosenthal. Seit 27 Jahren mit meiner Frau Gisela verheiratet, haben wir vier fast erwachsene Kinder. Bereits 30 Jahre bin ich in der Technischen Abteilung des Universitätsklinikums der Charité angestellt, war dort zunächst als Ingenieur für die sichere Stromversorgung aller Klinikbereiche zuständig und bin seit zwei Jahren für den technischen Gesamtbetrieb verantwortlich. Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen, habe selbst vier Kinder und weiß, was Familie heißt, was sie letztlich tragfähig macht. So sagt man, dass nichts unterschiedlicher wäre als Geschwister und so erfahre ich es auch. Meine Geschwister setzen ihre Lebensschwerpunkte, haben inzwischen andere Traditionen, meine Schwester gar, wohnt weit weg von Berlin. Wie in Kindertagen können wir ganz wunderbar streiten und die Entfernung bringt es mit sich, dass wir nicht mehr alles genau voneinander wissen, dass wir uns gar um Kommunikation bemühen müssen. Aber kaum gibt es in der Familie ein Problem, jemandem geht es wirklich schlecht, ist krank oder braucht Hilfe, dann sind alle da, unaufgefordert, bereitwillig, ohne lange Diskussion und wir freuen uns, dass wir uns haben. Darauf kann man stolz sein. Wenn ich einen Wunsch für mein neues Amt habe, dann ist es genau das: Unsere beiden Gemeindeteile sind nun mal da, alternativlos, genau wie Geschwister in einer Familie. Wir müssen als Geschwister akzeptieren, dass wir unterschiedlich sind, dass wir die Dinge manchmal sehr verschieden sehen, dass wir andere Traditionen haben und dass uns manchmal Kommunikation und sogar Entfernung Schwierigkeiten bereiten. Aber Familie heißt, dass man unterschiedliche Meinungen nicht als Hindernis auffasst, sondern als Bereicherung und dass man dem anderen Geschwisterteil vorbehaltlos guten Willen unterstellt. Und wenn dann Hilfe nötig ist, wenn es Gelegenheit gibt, sich einzubringen, dann ist die Familie, die Gemeinde, die Basis auf die wir uns verlassen können. Schon in der letzten Ausgabe des Gemeindebriefes wurde an dieser Stelle deutlich, dass es uns in der Berichterstattung nicht ganz leicht fällt, mit allen Aktivitäten in unserer Gemeinde Schritt zu halten. So wie die Dinge zur Zeit abzuschätzen sind, wird sich daran vorläufig auch nichts ändern. Was seit der Fusion alles geschehen ist und derzeit auf dem Weg ist, kann nur als atemberaubend bezeichnet werden. Wer hätte gedacht, dass sich diese fusionierten, so unterschiedlichen Gemeinden doch so schnell als Familie verstehen! Dass es uns so schnell gelingen würde, Akzente in unserem Stadtteil zu setzen. Der Kirchenvorstand besteht nun nur noch aus neun Mitgliedern. Wir haben uns vorgenommen, anzuleiten, sinnvoll zu optimieren, Freiräume zu schaffen, logistisch und wenn möglich auch finanziell, aber wir werden in dieser Zusammensetzung weniger praktisch aktiv sein können. Wir sind mehr denn je darauf angewiesen, dass es in der Gemeinde Menschen gibt, die die Freiräume auch erkennen, die das Vertrauen rechtfertigen, die mitmachen. Der neue Kirchenvorstand hat Arbeitsgruppen gebildet, denen auch Gemeindemitglieder angehören, die nicht aus diesem Gremium sind. Erste Tagungen dieser Arbeitsgruppen sind ermutigend. Helfen Sie uns, dem Kirchen- (Familien-) Vorstand, so wie es Geschwister in einer Familie tun, vorbehaltlos, unaufgefordert, ohne lange Diskussion. Ihr Thomas Flügel
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 02. März 2008 um 21:39 Uhr |
