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Geschichte der Gemeinde St. Maria Magdalena 1930-2004
Geschrieben von: Gregor Eisenmann   
Montag, 04. April 2005 um 20:54 Uhr
Dieser Artikel stammt von der alten Homepage der Gemeinde St. Maria Magdalena 2003
Er enthält die Geschichte von der Gründung 1930 bis zur Auflösung 2004


Kurze Vorstellung der Gemeinde St. Maria Magdalena

Seit etwa 30 Jahren ist den umliegenden Gemeinden die Pfarrkirche St. Maria Magdalena, durch die alljährliche Pfarrer Lenzel Gedächtnisfeier am 3. Juli jeden Jahres, welche von der Kolping - Familie Berlins und der Pfarrgemeinde begangen wird, bekannt.
Pfarrer Joseph Lenzel war der erste Pfarrer der im Jahre 1929 gegründeten Pfarrgemeinde.
Er hat die Pfarrgemeinde maßgeblich geformt und war an der Errichtung der am 21. September 1930 von Bischof Christian Schreiber eingeweihten Kirche beteiligt.
Das überaus fruchtbare seelsorgliche Wirken von Pfarrer Lenzel nahm durch seine Verhaftung durch die Gestapo am 7. Januar 1942 ein jähes Ende. Grund war sein seelsorglicher Einsatz für polnische Zwangsarbeiter und sein mutiges Eintreten für Jesus Christus und sein Gebot der Nächstenliebe.
Pfarrer Johannes Zoda schrieb über ihn: „Er war einer jener Priester und Laien des Bistums Berlins, die in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ihr Leben lassen mußten, weil sie sich mit unbeirrbarer Treue zu Christus und seiner Kirche bekannten.“.
Pfarrer Lenzel wurde am 3.Juli 1942 in Dachau ermordet.
Seit Oktober 1991 ist Pfarrer Jörg Wittig Seelsorger dieser Gemeinde. Er ist der fünfte Pfarrer in Niederschönhausen.
Unsere Kirche ist als Bau des Expressionismus sehenswert. Der Architekt Felix Sturm aus Pankow hat sie im Auftrag des Pfarrers von St. Georg, Oskar Feige, erbaut. Der Innenraum, der weitgehend vom Jugendstil bestimmt ist, ist ziemlich unverändert geblieben. Bis heute ist der Altarraum im ursprünglichen Zustand. Er soll aber noch so verändert werden, dass der Altar der Gemeinde zugewandt ist und der Priester die hl. Messe adversus populum feiern kann. Als Übergangslösung wurde ein kleiner Holzaltar in den Altarraum gestellt, der der Gemeinde selbstverständlich zugewandt ist.
Das kirchliche Leben in Niederschönhausen begann mit der Errichtung der Pfarrkirche St. Georg in Pankow.(1901:Errichtung einer selbständigen Kirchengemeinde in Pankow, 1909:Kirchweihe von St. Georg) Die Seelsorger von St. Georg kümmerten sich um die Katholiken, die in Niederschönhausen und Rosenthal wohnten, indem sie 1911 eine Kapelle in der Waldowstraße, in einer ehemaligen Tischlerwerkstatt einrichteten. Die Kapelle ähnelte mehr dem Stall von Bethlehem, wie sich die Chronik ausdrückte, als einer Kirche.
Als im Jahr 1920 Josephschwestern von Trier in ihrem Heim „Maria Frieden“ in der Schönhauser Straße eine Kapelle errichteten, wurde diese auch das Gotteshaus der Gemeinde. In der Zeit, als der spätere Dompropst Bernhard Lichtenberg Kuratus in St. Georg war, feierte er dort die heilige Messe für die Katholiken aus Niederschönhausen und Rosenthal.
Wie steht es heute um die Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena? Bis heute zeichnet sie sich durch eine beständige und gute Kinder und Jugendarbeit aus. Die Teilung Berlins vor über 40 Jahren hatte eine große Abwanderung von Gläubigen zu Folge.
Die Wiedervereinigung unserer Stadt und Heimat führte zu vielen Zuzügen in unser Gemeindegebiet. In den letzten zehn Jahren ist die Gemeinde um etwa 700 Gemeindemitglieder gewachsen. Vor allem Familien sind zugezogen, womit viele Kinder und Jugendliche in unsere Gemeinde kamen. Heute besteht die Gemeinde aus etwa 2050 Mitgliedern.
Ein seit vielen Jahren eingespieltes Pastoralteam, bestehend aus Katechet, Gemeindereferentin und Organisten, sorgt dafür, dass gute Traditionen nicht abreißen. So ist die alljährliche Religiöse Kinderwoche der Höhepunkt in der Kinder- und Jugendarbeit.(etwa 100 Teilnehmer)
Es sei erwähnt, dass der Kirchenchor älter als die Kirche und von beachtlicher Qualität ist.
Neben dem Kirchenchor mit ca. 50 Sägerinnen und Sängern haben wir noch eine Männerschola, eine Mädchenschola und eine kleine Gruppe von Kindern, die bei Familiengottesdiensten singt.
Unsere Ministrantengruppe ist sehr groß und tut immer guten, gewissenhaften Dienst. Für die Älteren gibt es den Kreis 55ff, der wie der Name schon sagt für Leute ab einem Alter von 55 Jahren gedacht ist.
Von Pfarrer Jörg Wittig



mm.jpg St.Maria Magdalena Innen
Kirche St. Maria-Magdalena
in der Platanenstrasse 22B
13156 Berlin
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 02. November 2011 um 21:55 Uhr