| 75 Jahre Kirchenchor Maria Magdalena |
| Geschrieben von: Joachim Latt | |
| Freitag, 01. April 2005 um 23:58 Uhr | |
75 Jahre Kirchenchor in St. Maria MagdalenaDieser Artikel erschien im Gemeindebrief Januar / Februar 2005. Vom 12.11. bis 14.11. feierte der Kirchenchor St. Maria Magdalena sein 75-jähriges Bestehen. Gegründet am 11.11.1929, ein knappes Jahr vor der Einweihung der Kirche St. Maria Magdalena, kann der Chor auf eine ungebrochene Tradition zurückblicken - durch Höhen und Tiefen, unbeschadet von den Turbulenzen der Geschichte, hat dieser Chor zum Lobe Gottes und zur Begleitung der Liturgie musiziert. Die Feier dieses Jubiläums begann am Freitag, den 12.11 mit einer gut besuchten Abendmesse im Gedächtnis an die verstorbenen Chormitglieder und Chorleiter. Am darauf folgenden Samstag, den 15.11., war die Gemeinde zu einem Konzertabend eingeladen, der von Herrn J. Plietzsch (Trompete) und Herrn M. Rathmann (Orgel) gestaltet wurde - eine würdige und mit viel Applaus bedachte Einstimmung auf den eigentlichen Höhepunkt des Jubiläums am Sonntag, den 15.11. An diesem Tag war die Kirche bereits lange vor Beginn des Gottesdienstes gut gefüllt, viele geladene Gäste, darunter eine große Zahl ehemaliger Mitglieder, freuten sich auf die vom Chor in über einjähriger Probezeit einstudierte „Große Credo-Messe in C-Dur für Chor und Orchester von W.A. Mozart", die im Rahmen einer feierlichen Liturgie zur Aufführung kam. Die Festpredigt hatte Herr Pfarrer Ackermann übernommen, der es verstand, die aktuellen sonntäglichen Texte mit dem Jubiläum des Chores eindrucksvoll zu verbinden. Organist, Chor, Solisten und Orchester waren in glänzender Spiel- und Musizierlaune, die Aufführung war grandios und der Beifall am Ende des Gottesdienstes lang und ausdauernd. Die Vertreterin des Chores, Frau Manuela Bien, fand im Anschluss an die Gottesdienstfeier bewegende Worte des Dankes vor allem an den langjährigen Chorleiter, Herrn Wolfgang Marx, der in nunmehr 35 Jahren den Chor auf ein bemerkenswertes musikalisches Niveau gebracht hat. Nach dem Gottesdienst hatte der Chor alle ehemaligen und aktuellen Mitglieder zu einer Feier ins Lenzelheim geladen, wo bei hervorragender Verköstigung viele Wiedersehen gefeiert werden konnten. Eine äußerst gelungene Veranstaltung, die ihr Ende erst am frühen Abend fand. Ein Dank an den Chor und an Herrn Marx für den unermüdlichen Eifer, die vielen Proben und vor allem die spürbare Leidenschaft, mit der immer wieder musikalische Akzente im Kirchenjahr gesetzt werden.Dem Autor als ehemaliges Mitglied des Chores sei an dieser Stelle noch ein persönliches Wort gestattet: Nicht ohne Grund erwähnte Frau Bien in ihrer kurzen Ansprache vor allem die vielen Jugendlichen, die immer wieder Lust und Zeit für das Singen im Kirchenchor aufbringen. So ist dieser Chor nicht nur ein Zusammentreffen musikbegeisterter Sängerinnen und Sänger sondern vielmehr ein Integrationselement über viele Alters- und Interessengruppen in unserem Gemeindeteil. Der Chor bindet, begeistert und integriert Mitglieder unserer Kirche und schenkt ganz im Sinne unseres Glaubens Freude aus der Nutzung und Weitergabe mannigfaltiger Talente der Einzelnen an die vielen Gemeindemitglieder. Dies alles ist nur möglich, wenn der Leiter des Chores mit ganzem Herz und voller Leidenschaft und Hingabe die Kirchenmusik nicht nur leitet, sondern auch lebt. Und auch wenn die derzeitige Situation unserer Gesamtgemeinde den Blick auf Realitäten und Horizonte in der Kirchenmusik zu verstellen scheint, so kann man Herrn Marx nur wünschen, dass ihm die Freude an seiner Arbeit und die Geduld mit den musikalisch Interessierten (nicht nur im Chor) nicht abhanden kommt oder geschmälert wird und dass darüber hinaus die integrative Kraft der Kirchenmusik die Fusion in unserer Großgemeinde St. Georg befördert. Joachim Latt
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, 20. März 2006 um 14:11 Uhr |
