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Chorfahrt nach Stettin
Geschrieben von: A. Fittkau   
Sonntag, 12. Oktober 2008 um 16:21 Uhr

 Der Chor von St. Georg in Stettin 

Vom 12. bis 14. September reiste unser Chor nach Stettin zu einem gemeinsamen Wochenende. Wir wollten diese alte, stark von den Deutschen geprägte, aber im 2.Weltkrieg auch stark zerstörte Stadt kennen lernen. Dazu war vereinbart, dass wir am Sonntag in der Kirche des Hl. Adalbert, der ehem. Garnisonkirche, im Hochamt singen sollten. Wir reisten mit der Bahn und hatten am Freitag noch die Gelegenheit, uns einen ersten Eindruck von der Stadt an der Oder zu verschaffen. Der Sonnabend war dann einem umfangreichen Rundgang gewidmet, der, wie die ganze Fahrt, von unserem Markus Waczlawek hervorragend vorbereitet war. Wir sahen das wiedererstandene Schloss der pommerschen Herzöge, die älteste  Kirche der Stadt, die St.Peter und Paul-Kirche - schon unter Otto von Bamberg gebaut, die hoch über der Oder liegenden Haken-Terrassen mit dem Regierungsgebäude in Manier der niederdeutschen Renaissance, das alte Rathaus, und das alles mit viel Liebe wieder aufgebaut. Man findet aber auch noch große Freiflächen im Herzen der Altstadt, die von den Zerstörungen im Krieg zeugen. Fazit: Muss die Stadt mal schön gewesen sein. Vor allem aber begeisterte uns die herrlich wieder hergerichtete gotische Jacobikirche aus dem 12. Jhdt., heute Kathedrale des Erzbischofs, direkt gegenüber unserem Hotel. Beeindruckend ist der die Stadt überragende hohe Turm, dessen Helm zum Teil verglast ist.
An den Kirchen fiel uns übrigens vor allem auf, dass alle geöffnet waren, und, dass zahlreiche Hochzeiten an diesem Sonnabend stattfanden.
Wir hatten am Nachmittag dann Gelegenheit, eine Chorprobe in der St.Adalbert-Kirche abhalten zu kön- nen. Müde vom vormittäglichen dreiundeinhalb Stunden langen Rundgang, war diese ganz schön anstrengend. Aber wir lernten die gute Akustik der Kirche kennen und waren danach doch zufrieden, die Kirche schon zu kennen. Am Sonntag um 9.00 h waren wir pünktlich wieder dort  zum Einsingen. In der Hl. Messe in der voll besetzten Kirche sangen wir drei Motetten, nahezu fehlerfrei zur Erleichterung unserer Chorleiterin Christine Saar.
Den Gottesdienstbesuchern muss es auch gefallen haben, der Applaus am Ende bewies es, übrigens auch die Dankesworte des Pfarrers, der uns herzlich zu einem weiteren Besuch und Konzert in seine Kirche einlud. Ein alter Herr sagte uns dann am Ausgang der Kirche, wie gut es ihm gefallen hätte. Es ist wohl so, dass die Polen gern singen, aber es erstaunlicherweise nicht allzu viele Kirchenchöre gibt.
Auf dem Rückweg in unser Hotel konnten wir dann sehen, dass trotz mehrerer am Sonntag in jeder Kirche angebotenen Gottesdienste   die Kirchen überall voll waren. Ein Zustand, von dem wir nur träumen können.                                                                                                      A.Fittkau


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 04. November 2008 um 23:32 Uhr