| Die Kita St. Maria Magdalena |
| Geschrieben von: Lisa Lastring |
| Donnerstag, 26. Februar 2009 um 19:41 Uhr |
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Montessori in der Kindertagesstätte St. Maria Magdalena
In unserer Kita arbeiten die Kinder und Erzieher gemeinsam mit Montessorimaterial. Doch was genau ist das und warum ist diese Alternativpädagogik in der heutigen Zeit sinnvoll? Kinder werden heutzutage fast überall mit Reizen überflutet. Auf dem Weg zur Kita sehen sie unzählige Werbeplakate, im Supermarkt riecht es nach Obst, Café und Duftkerzen, es werden Angebote durchgesagt und überall leuchtet und knistert es. Vor dem Einschlafen sehen die Kinder fern und zum Einschlafen wird eine CD angemacht Kinder leiden unter dieser Reizüberflutung. Maria Montessori sagt, das Kind baut seine Seele selbst auf, in dem es Umwelteinflüsse absorbiert. Wir als Mitarbeiterinnen in der Kita bereiten die Umgebung für die Kinder vor. Wir versuchen, die Räume so zu gestalten, dass sich dort nicht die Reizüberflutung aus der Umwelt wieder findet. Montessori sagt dazu: „Für uns muss gerade die Umgebung dem Kind angepasst werden, nicht das Kind der Umgebung.“ Um die Umgebung für das Kind optimal vorzubereiten benötigen wir spezielle Materialien, die die kindliche Entwicklung unterstützen. Das Arbeitsmaterial wir in vier große Bereiche eingeteilt: 1. Übungen des täglichen Lebens (z.B. Wasser tragen) 2. Sprachmaterial (z.B. Sandpapierbuchstaben) 3. Mathematisches Material (z.B. Perlenketten) 4. Sinnesmaterial (z.B. Tastbrettchen) Mit diesem Material arbeiten alle Kinder gern und intensiv. Wenn Sie zu uns kommen, sehen Sie 2-4jährige, die Wasser von einer Schüssel in eine Tasse schütten oder an einem Schnürrahmen Schleife binden lernen. Unsere Großen legen mit Sandpapierbuchstaben ihre Namen oder Rechnen bis in den vierstelligen Bereich hinein. Es ist dabei leise, die Kinder arbeiten hochkonzentriert und trainieren unbewusst ihre kindliche Selbständigkeit. Die Erzieher helfen gern, stören aber die Kinder nicht in ihren Konzentrationsphasen. „Der Lehrer in unserer Arbeit ist nicht der Belehrer des Kindes, sondern sein Gehilfe.“, sagt dazu Maria Montessori. Durch unsere Arbeit wird den Kindern ein hohes Maß an Eigenständigkeit gewährt, was sich im späteren Leben auf alle Bereiche (Schule, Beruf…) positiv auswirkt. Lisa Lastring |
