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Kreis 55 Plus unterwegs:
Geschrieben von: Hr. R. Wiedemann   
Sonntag, 27. September 2009 um 13:31 Uhr

Kreis 55 Plus unterwegs:

Dresden und die Sächsische Schweiz

Die nun schon 7. Pilgerreise in ununterbrochener Folge führte den Kreis 55 Plus diesmal nach Meißen, Dresden und in die Sächsische Schweiz. Leider konnte die Familie Vieweg, die die ganze Reise so präzise geplant und vorbereitet hatte, aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

Nachdem wir bei den vorangegangenen Reisen den Spuren Heinrichs des Löwen und Ottos I. (Herzog von Sachsen!! und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches) gefolgt waren, erfuhren wir diesmal viel über die sächsische Geschichte. Dazu waren die ausgezeichneten Führungen auf der Albrechtsburg, dem Dom zu Meißen, in der Dresdner Hofkirche, in der Semperoper, auf der Festung Königstein, auf der Burg Stolpen und im Schloß Pillnitz sehr angetan. Eine Andacht mit Führung in der Dresdner Frauenkirche bildete dann noch einen weiteren Höhepunkt. Besonders beeindruckend bei allen Kirchenführungen war die deutlich zu spürende Begeisterung, mit der uns diese Sehenswürdigkeiten von engagierten Christen nahe gebracht wurden. Eine Kirchenführerin sagte es deutlich: „In einer atheistisch geprägten Umgebung muss man mehr Religionsunterricht bei so einer Kirchenführung anbieten als Zahlenwissen". Entspannung fanden wir in dem schönen Caritasheim der Schönstattschwestern in Naundorf und bei den Naturschönheiten der Sächsischen Schweiz. Am Geburtstagsabend von Frau Weiß sorgte der weithin zu hörende Gesang aus Pankow - am Klavier abwechselnd begleitet von den Pianistinnen Christine Saar und Christa Stiebitz - für große Stimmung im Heim und seiner Umgebung (Nachbarn öffneten ihre Fenster!). Besonders stolz waren wir, dass Frau Saar jeden Morgen zum Gottesdienst die Orgel spielte - die Schwestern wollten sie am liebsten gleich für längere Zeit im Heim behalten.
Erstaunt hat uns natürlich, dass wir als reisende katholische Kirchengemeinde mit 40 Teilnehmern für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit waren. So freute es uns schon, dass uns die Fahrer der Kirnitzschtal-Straßenbahn besonders herzlich begrüßten und uns schon in ihrem schönen Tal erwartet hatten. Die Wanderung zum Kuhstall war hier für viele ein schöner Verdauungsspaziergang. An der „Himmelsleiter" wurde dann spaßig darauf hingewiesen, dass wir keine solche Leiter in den Himmel brauchen - wir haben dafür unseren Glauben. Der neue besonders lange Bus von „Düsentrieb" konnte immer wieder nur durch das fahrerische Können unserer Mary und durch gelegentliche Straßensperrungen enge und kleine Straßen passieren. So einen langen und breiten Bus hatte man offenbar in Naundorf vorher noch nicht gesehen. Unser besonderer Dank, verbunden mit den besten Genesungswünschen, gilt dem Ehepaar Vieweg, die uns ein wunderschönes Reiseprogramm geschenkt haben.

Reiner Wiedemann